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Ausgabe 5/2026

Entwurf des GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetzes„Wir müssen die Patienten stärker an den Gesundheitskosten beteiligen!“

30.04.2026
Ausgabe 5/2026
6 min. Lesedauer

Am 16.04.2026 erschien der Referentenentwurf des Gesetzes zur Stabilisierung der Beitragssätze in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz; seit dem 30.04.2026 liegt auch der Kabinettsentwurf vor). In der Radiologie regt sich Widerstand. So warnt die Radiologengruppe 2020 (RG20, rg20.org) – ein deutschlandweiter Verbund radiologischer und nuklearmedizinischer Praxen – die Einsparungen würden die flächendeckende Versorgung mit moderner Bildgebung gefährden. Prof. Dr. med. Henrik Michaely ist Facharzt für Radiologie. Er ist im Vorstand der RG20 für Strategie und Politik zuständig und im Vorstand des Berufsverbands der Deutschen Radiologie e. V. (BDR) Schriftführer. Ursula Katthöfer (textwiese.com) sprach mit ihm.

GKV-BeitragssatzstabilisierungsgesetzSo werden Radiologen nach dem aktuellen Gesetzentwurf beim KV-Honorar getroffen

30.04.2026
Ausgabe 5/2026
1 min. Lesedauer

Der Bericht der Finanzkommission Gesundheit vom 30.03.2026 mit 66 Empfehlungen zur Stabilisierung des Beitragssatzes zur gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) ab 2027 enthält auch eine für radiologische Praxen bedeutsame Empfehlung: Vorgeschlagen wird eine Absenkung der EBM-Bewertung im Bereich der technischen Leistungen um 20 bis 30 Prozent. Zur Überprüfung vorgeschlagen sind die Fachgruppen Radiologie, Strahlentherapie und Nuklearmedizin. Im Kabinettsentwurf für das Spargesetz findet sich diese Empfehlung nicht wieder.

Vertragsrecht/PraxisnachbesetzungPraxisverkäufer verliert Anspruch auf Zahlung bei überlangem Verfahren

30.04.2026
Ausgabe 5/2026
3 min. Lesedauer

Praxisnachfolgeverfahren können sich im ungünstigsten Falle über Jahre hinziehen, wenn es mehrere Bewerber gibt und diese den Rechtsweg ausschöpfen. Wird die Praxis in der Zeit nicht weiterbetrieben, beispielsweise aus Alters- oder Gesundheitsgründen, so kann der Praxisverkäufer unter Umständen von dem Praxiskäufer keinen Kaufpreis mehr verlangen, auch wenn der Praxiskäufer die Zulassung erhält. So hat das Oberlandesgericht (OLG) Hamm im Fall einer Nephrologiepraxis entschieden, die auch auf andere Fachgebiete wie z. B. die Radiologie übertragbar ist (Urteil vom 08.01.2026, Az. 2 U 54/24).

EBM 2026Neues Lungenkrebsscreening, angepasste Qualitätssicherungsvereinbarung

30.04.2026
Ausgabe 5/2026
1 min. Lesedauer

Wegen der Aufnahme der Lungenkrebs-Früherkennung mittels Niedrigdosis-Computertomografie (NDCT) für starke Raucherinnen und Raucher seit dem 01.04.2026 haben KBV und Krankenkassen auch die Qualitätssicherungsvereinbarung zur Strahlendiagnostik und -therapie zum 01.04.2026 angepasst (bei der KBV online unter iww.de/s15527). Die neu aufgenommenen Anforderungen an die fachliche Qualifikation entsprechen den Vorgaben in der Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA).

VerdachtskündigungWann ist eine Verdachtskündigung wegen vorgetäuschter AU unwirksam?

30.04.2026
Ausgabe 5/2026
4 min. Lesedauer

Arbeitnehmer können in Verdacht geraten, eine Arbeitsunfähigkeit (AU) nur vorzutäuschen, um sich Vorteile zu verschaffen. Arbeitgeber können dann eine sogenannte Verdachtskündigung aussprechen (s. u.). Doch eine Verdachtskündigung ist an besondere Voraussetzungen geknüpft, wie ein Urteil des Landgerichts (LG) Köln zeigt (Urteil vom 30.07.2025, Az. 6 SLa 540/24). Konstellationen wie die im zugrunde liegenden Fall sind auch für Radiologinnen und Radiologen in ihrer Rolle als Arbeitgeber bekannt und regelmäßig von Interesse.

Notfallradiologie „Gut auf Notfälle vorbereitet zu sein, ist das A und O“

30.04.2026
Ausgabe 5/2026
5 min. Lesedauer

In Notfällen kann das Leben eines Patienten vom radiologischen Befund abhängen. Je frühzeitiger die Diagnose, desto höher die Überlebenschancen. Zusätzlich zu Unfall, Herzinfarkt oder Schlaganfall können Notfälle unerwartet in Zusammenhang mit der radiologischen Untersuchung auftreten – in der Klinik und in der Niederlassung. PD Dr. med. Katharina Müller-Peltzer ist geschäftsführende Oberärztin an der Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie am Universitätsklinikum Freiburg. Sie leitet dort die Sektion Notfalldiagnostik. Ursula Katthöfer (textwiese.com) fragte sie, was die Notfallradiologie auszeichnet.