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PwC-Studie So fließt das Kapital im deutschen Gesundheitsmarkt

30.06.2026Ausgabe 7/20263min. Lesedauer

Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC hat die 15. Edition des Transaktionsmonitors Gesundheitswesen für Deutschland herausgebracht. In fünf Teilbereichen des Gesundheitssektors werden die Kapitalflüsse und Private-Equity-Beteiligungen des Jahres 2025 gezeigt und analysiert. Ein wichtiger Teilbereich, vor allem im ambulanten Sektor, ist dabei die Radiologie. Alles in allem zieht PwC das Fazit, dass die Transaktionsaktivität in 2025 trotz aller Herausforderungen und Unsicherheiten weiterhin stabil geblieben ist.

Transaktions-Trends im Überblick

PwC gibt an, dass in 2025 insgesamt 240 Transaktionen im deutschen Gesundheitssektor getätigt wurden, was dem Niveau des Vorjahres entspricht (2024: 237 Transaktionen). Auffällig sei, dass zahlreiche insolvente Krankenhäuser verkauft worden sind. Dies betreffe insbesondere kommunale und freigemeinnützige Krankenhäuser. Die großen konfessionellen Betreiber und einzelne private Krankenhauskonzerne hätten die Chance zur Marktkonsolidierung genutzt.

Der Bereich Private Equity tue sich weiterhin schwer, Ausstiege aus größeren MVZ-Gruppen zu realisieren, so ein weiterer Trend laut PwC. Von Private-Equity-Gesellschaften gehaltene Praxisketten, die mit ausreichenden Finanzmitteln ausgestattet waren, hätten auch in 2025 weiter zugekauft.

Fokus Klinik-Radiologie

Der Transaktionsmonitor für das Gesundheitswesen ist in die folgenden fünf Teilbereiche untergliedert:

  • Krankenhäuser und Fachkliniken
  • Rehabilitation (stationär/ambulant)
  • Pflegebetriebe
  • Pflegeimmobilien
  • Niedergelassene Leistungserbringer und Labore

Für die Radiologie ist neben den „Niedergelassenen“ auch der Krankenhausbereich interessant, da innerhalb dieses Sektors die Radiologieabteilungen jeweils „mitbetroffen“ sein können. PwC hat für 2025 insgesamt 33 Transaktionen im Krankenhaussektor ermittelt, von denen 5 mit Beteiligung von Private Equity erfolgt sind, d. h., es handelt sich um außerbörsliche Kapitalanlagen, die i. d. R. durch spezialisierte Private-Equity-Gesellschaften abgewickelt werden und dem Kernziel einer möglichst hohen Kapitalrendite folgen. Im Bereich der Krankenhäuser sieht PwC eine anhaltend prekäre wirtschaftliche Lage, die 2025 zu weiteren Insolvenzen und zur Schließung von Abteilungen geführt hat.

Im Zuge der Krankenhausreform 2024 gewinnt zudem die Einführung von Leistungsgruppen zunehmend an Bedeutung. Einrichtungen ohne entsprechende Zuweisung geraten dadurch verstärkt unter wirtschaftlichen Druck.

Nach Einschätzung von Experten büßt die Radiologie die Stellung als qualifizierter Diagnostikdienstleister innerhalb des Krankenhausbetriebs durch die Krankenhausreform jedoch nicht ein (siehe Interview: „Die Radiologie büßt ihren Stellenwert durch die geplante Krankenhausreform nicht ein!“, in RWF Nr. 09/2023).

Fokus Radiologiepraxen

Für den breit aufgestellten Bereich „Niedergelassene Leistungserbringer und Labore“ zählt PwC in 2025 insgesamt 68 Transaktionen, von denen 59 Transaktionen (rund 87 Prozent) mit Private-Equity-Beteiligung erfolgte, das ist ein Rekordanteil.

Im Bereich Radiologie und Strahlentherapie haben laut PwC 2025 zwei Transaktionen besonders hervorgestochen: Die Übernahme der Radiologischen Allianz Hamburg mit 20 Einrichtungen und 300 Mitarbeitenden durch Sanecum (Adiuva Capital) sowie der Erwerb von Stingray Healthcare durch Amethyst Radiotherapy (Fremman Capital) mit 11 Standorten. Damit hätten sich 2 der 3 größten europäischen Plattformen für Krebsbehandlung zusammengeschlossen. Als weitere Marktentwicklung in der Radiologie nennt PwC „einzelne Zukäufe der Quartz Healthcare“ (Infravia). Insgesamt werden für den Unterbereich „Radiologie und Strahlentherapie“ 7 Transaktionen aufgelistet, im Vorjahr 2024 waren es lediglich 5 Radiologie-Transaktionen.

Wie PwC abschließend erklärt, basieren die im Transaktionsmonitor Gesundheitswesen zusammengestellten Daten auf Informationen, die öffentlich zugänglich sind und keiner Verifizierung unterzogen worden sind.

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